Momo in neuem Glanz

Am Montag ist endlich die blaue Farbe aus Kiwiland angekommen und 24
Stunden später war Momo schon frisch lackiert. Ja, manchmal geht hier
sogar was schnell - unglaublich aber war! Das liegt einfach am Wetter. Da
wir jetzt Regenzeit haben, darf man ein kurze trockene Phase nicht
ungenutzt verstreichen lassen, wer weiß, wann die nächste kommt! Kurz und
gut, Momo ist soweit wieder hergestellt, bis auf Mast und Segel und ich
kann nächste Woche getrost nach Hause fliegen. "De Big Fish" wird mir dann
fehlen und statt Carib aus dem Eimer gibt`s dann Oettinger.

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Einmal um die ganze Welt!

Schweisser

Also diese Foto hat jetzt nichts zu tun mit der heutigen Headline. Journalistisch ist das nicht ganz ok, aber der junge Schweisser hat sich so gefreut bei seiner Arbeit an unserem verbogenen Relingstor, dass ich ihn jetzt einfach vorstellen musste!
Der Titel bezieht sich auf unsere Farbe, die irgendwann, wenn`s denn wahr wird, aus Neuseeland kommen soll, die darf nämlich wirklich um die ganze Welt reisen (wie Momo), von Auckland nach Sydney, von Sydney nach Singapore, Weitzer nach London Heathrow (und mit dem Flughafen hat Brigitte schon mal ganz miese Erfahrungen gemacht), von dort nach London Gatwick und von da schliesslich nach Grenada. ETA Do. 6. Mai! Da bin ich mal gespannt. In NZL ist sie schon mal mit einer Woche Verspätung los, weil es Gefahrgut ist und viel Papier ausgefüllt werden und die Verpackung dreimal gecheckt werden musste. Da heisst es mal wieder: Daumen drücken!

Regenzeit

Regenzeit

Nun lässt es sich nicht mehr leugnen: die Regenzeit hat begonnen in Grenada. Schon die ganze Woche über hatten wir viele Schauer. Heute aber ist wirklich "Land unter" hier auf dem Hardstand und Gummistiefel sind angesagt.
Die Arbeiten sind inzwischen gut vorangekommen nur die Farbe aus Neuseeland fehlt noch. Aber bei diesem Wetter könnte man eh nicht lackieren. Einen Heimflug habe ich auch schon gebucht. Am 22. Mai fliege ich nach Hause und freue mich auf meine Crew und Spargel!

Eso es mi amigo Carlos ....

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...... trabajando en Momo. El vive en Cuba y trabaja en Grenada. Es un companero mucho amable y un cerrejero y mechanico fanstatico.
Para mi es bueno, por que tengo la ocasion practicar mi espagnol! Heute hat er mich einfach zum Supermarkt gefahren, den Einkaufswagen geschoben und zurück zum Schiff gebracht. Wirklich ein ganz, ganz netter Kerl! Die Fehler im Spanisch bitte ich zu übersehen, ich übe noch!

Meine Lage wird bedenklich .....

.... ich ertappe mich nämlich immer öfter dabei, dass ich englisch denke und träume! Hier gibt es nämlich schon lange keine deutsch sprechenden Gesprächspartner mehr! Aber leider ist es noch nicht soweit! Immerhin gehen die Arbeiten voran, in karibischem Tempo halt. Wir haben einen neuen Bugkorb, die Relingsstützen sind in Arbeit, neue Motorstützen haben wir die letzten eineinhalb Tage montiert, die hölzerne Fussreling ist fertig, die Kratzer am Rumpf sind gespachtelet und geschliffen und der Mast und die Segel sind bestellt. Der Mast hat allerdings drei bis vier Monate Lieferzeit und wird erst Ende November, nach der Hurrikansaison gestellt. Danach erst werden dann die Segel produziert! Nur mit der blauen Farbe für die Lackierung gibt es Schwierigkeiten, sie ist hier in Grenada nicht zu bekommen. Da wir nur eine Rumpfseite lackieren, muss die Farbe natürlich genau passen. Ich habe deshalb meine neuseeländischen Connections aktiviert (I like the Kiwis!) und die haben die Farbe innerhalb eines Tages auf den Weg gebracht, per DHL. Jetzt heisst es also wieder warten ....
Hier ein paar Eindrücke von den Arbeiten.

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Die Reparaturarbeiten haben begonnen

Endlich! Heute früh um neun sind Momo und ich umgezogen auf den Lackierplatz. Jetzt haben wir wieder Meerblick und hoffentlich weniger Moskitos, aber das wird sich erst heute Abend zeigen. Kaum waren wir neu aufgepallt, gings auch schon los: Gerüst stellen und gleich anschliessend die tiefen Kratzer am Rumpf und Unterwasserschiff ausschleifen und mit Epoxy Füller spachteln. Morgen muss ich den Niro-Mann dazu bringen, dass er auch gleich los legt. Ausserdem will ich die Motorstützen austauschen, die durch das extreme Rollen ohne Mast ihre Pufferwirkung verloren haben. Das könnte ein bisschen knifflig werden. Aber - es geht voran und ich will ja noch vor Ende der Spargelsaison zu Hause sein!

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und weil`s so schön war, noch ein bisschen Geschaukel

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Dieses Video zeigt, dass selbst einfachste Verrichtungen, wie das Einschenken einer Tasse Tee,,wozu man schon wieder zwei Hände braucht, zum Eiertanz werden. Wenn man mit Mast und Segel unterwegs ist, sind die Schiffsbewegungen einigermassen gleichmässig und vorhersehbar, so dass man sie "antizipieren" kann. Ohne Mast sieht das dann halt so aus, wie auf dem Video.
Ich darf hier nochmal erinnern: http://www.momo4sale.posterous.com - bitte weitersagen!

Rückblick

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Im Moment gibt es nichts Aufregendes zu berichten, des halb habe ich mal ein Video in den Blog gestellt, damit man eine Vorstellung bekommt, wie sich das Schiff ohne Mast im Seegang bewegt. Gitti hat es am Morgen nach der Havarie gedreht, während ich dabei war, die Reling notdürftig zu reparieren. Da man dazu zwei Hände braucht, konnte ich im nur im Liegen arbeiten und mich mit den Beinen festkrallen. Ganz nach dem Motto: zwei Hände fürs Schiff und zwei Beine für den Mann!

Das Leben auf dem Hardstand ...

Hardstand

.... ist, na ja, etwas unkomfortabel! Tagsüber bringt mich die Hitze fast um und nachts fressen sich die Moskitos an mir satt! Pünktlich um drei muss ich immer nachsprühen, weil dann die Wirkung von OFF!! nachlässt. Sie beissen dann zwar nicht mehr, aber um den Kopf rumsausen tun sie trotzdem. Also einfach ignorieren! Inzwischen habe ich es geschafft, alle Kostenvoranschläge für die Reparaturen, den neuen Mast und die neuen Segel zu bekommen. Unsere Versicherung, die ESA-Allianz, und das muss ich jetzt mal lobend erwähnen, hat darauf hin sofort grünes Licht gegeben und eine a Konto Zahlung überwiesen! Ansonsten beschäftige ich mich damit, die eh schon hübsche Momo noch hübscher zu machen. Überall gibt es was zu putzen, zu lackieren, zu warten! Ausserdem muss ich ja auch noch kochen, ab- und Wäsche waschen und abends beim "Big Fish" meinen Vergnügungen bei einem Eimer Bier nachgehen. Keine Sorge, in dem Eimer stecken zur Happy Hour drei kleine Fläschen (0,25) Carib, umgeben von Icecubes. Davon kann man nicht besoffen werden. Übrigens, um Gerüchten und Vermutungen vorzubeugen: Die Crew und ich haben keinen Krach! Den schnellen Heimflug hat sich Brigitte redlich verdient und es hätte auch keinen Sinn gemacht, hier zu zweit rumzuhängen. Da hätten wir wirklich in die Wolle gekriegt.

Jetzt nochmal zur Erinnerung: bitte hier klicken oder weitersagen: http://www.Momo4sale.posterous.com